Shanghai: Lebensmittelskandal um gedämpfte Brötchen
In Shanghai sorgt ein erneuter Lebensmittelskandal für Unsicherheit unter den Verbrauchern. Dieses Mal geht es um die vielgeliebten Dampfbrötchen. Bei einer Reportage stellte sich heraus, dass die Firma Shanghai Shenglu Food unbekannte Chemikalien bei der Herstellung dieser Brötchen verwendet. Das Staatsfernsehen CCTV berichtete am 11. April, verschiedene Chemikalien in unbekannten Mengen seien unter die Brötchen gemischt worden. Darunter auch ein künstlicher Süßstoff und Konservierungsmittel, die nicht auf der Zutatenliste vermerkt waren. Doch es kommt noch schlimmer: Brötchen die vor Wochen abgelaufen waren, wurden von den Supermärkten zurückgeschickt. Statt sie zu entsorgen, kamen sie in einen Mixer. Aus „alt” mach’ „neue” Brötchen. Getreidebrötchen hingegen haben auch nicht viel mit Korn zu tun, sondern enthalten stattdessen gelbe Lebensmittelfarbe. Letzten Mittwoch dann endlich das Aus für Shenglu Food. Beamte schlossen den Betrieb und starteten einen massiven Rückruf. Sie planen alle 255 registrierten Nahrungsmittelproduzenten im Baoshan Bezirk zu überprüfen. Shenglu Food produzierte bis dahin täglich 10.000 Dampfbrötchen. Dieser Lebenmittelskandal folgt einer langen Kette von Vorfällen, bei denen die Behörden versagt haben, die chinesischen Verbraucher zu schützen.Wir erinnern uns an die mit der industriellen Chemikalie Melanin verseuchten Milchprodukte. Mindestens sechs Kinder waren deswegen gestorben. Vergangenen Monat wurden leistungssteigernde Drogen in …
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